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Konzept: Vorher alles gut durchdenken

Diese Informationen sind nicht umfassend. Mehr davon erhältst du inklusive einer individuellen Betreuung, wenn du dich für uns als Repetitionspartner entscheidest. Anbei ein Auszug aus unserem Stoff.

Grob-Konzept vs. Detail-Konzept
Ein Grobkonzept und ein Detailkonzept sind zwei unterschiedliche Stufen in der Planung und Umsetzung von Projekten und Vorhaben. Oft stellt ein Grobkonzept eine erste Vorstufe zu einem Detailkonzept dar. Hier sind die grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden:

Umfang und Detaillierungsgrad

  • Grobkonzept: Das Grobkonzept ist eine hochrangige, übergreifende Darstellung des Projekts. Es konzentriert sich auf die grundlegenden Ziele, Anforderungen und den allgemeinen Rahmen des Projekts. Es enthält weniger Details und bietet eine allgemeine Orientierung darüber, wie das Projekt angegangen werden soll. Es enthält zumeist beschreibende Sätze.
  • Detailkonzept: Im Gegensatz dazu ist das Detailkonzept viel detaillierter. Es geht tiefer in die verschiedenen Aspekte des Projekts ein und umfasst spezifische Aufgaben, Ressourcen, Zeitpläne, Budgets und andere Einzelheiten. Es ist eine ausführliche Roadmap, die als Leitfaden für die Umsetzung dient. Es enthält zumeist detaillierte Raster.

Abstraktionsebene

  • Grobkonzept: Auf einer höheren Abstraktionsebene konzentriert sich das Grobkonzept darauf, das Gesamtbild zu skizzieren, ohne in zu viele Einzelheiten zu gehen. Es legt den Rahmen und die grundlegenden Strukturen fest.
  • Detailkonzept: Auf einer niedrigeren Abstraktionsebene geht das Detailkonzept in die konkreten Details. Es beschreibt spezifische Aufgaben, Abläufe, Verantwortlichkeiten und Ressourcen.


Zweck und Anwendung

  • Grobkonzept: Das Grobkonzept wird in der Anfangsphase eines Projekts oder Vorhabens verwendet, um die Machbarkeit zu prüfen, Stakeholder zu informieren und die allgemeine Ausrichtung festzulegen. Es dient als Grundlage für die Entscheidung, ob das Projekt überhaupt durchgeführt werden soll.
  • Detailkonzept: Das Detailkonzept kommt in den späteren Phasen, oft nach der Genehmigung des Grobkonzepts, zum Einsatz. Es dient als detaillierter Handlungsplan für die Umsetzung und wird von Teams und Ressourcen genutzt, um ihre Arbeit zu organisieren.

Flexibilität und Änderungen

  • Grobkonzept: Aufgrund seines allgemeinen Charakters ist das Grobkonzept flexibler und kann sich während der Planung und Evaluierung leicht ändern.
  • Detailkonzept: Da das Detailkonzept spezifischer ist, ist es weniger flexibel. Änderungen erfordern in der Regel eine sorgfältige Überprüfung und Anpassung verschiedener Details.


Insgesamt dienen Grobkonzept und Detailkonzept dazu, sicherzustellen, dass ein Projekt oder ein Vorhaben effektiv geplant und erfolgreich umgesetzt wird. Das Grobkonzept setzt den ersten Rahmen, während das Detailkonzept die finalen Bausteine liefert, um diesen Rahmen zu füllen.

Exkurs: Folgendes ist wichtig zu verstehen:
Was ist eine Situationsanalyse?

  • Umfassend / Ganzheitlich:
    • Die Situationsanalyse bezieht sich auf die systematische Untersuchung und Bewertung der aktuellen Umstände oder Gegebenheiten in einem bestimmten Bereich oder Kontext.
    • Sie kann verschiedene Aspekte umfassen, darunter interne Faktoren wie Ressourcen, Stärken, Schwächen, sowie externe Faktoren wie Marktbedingungen, Wettbewerb, politische Einflüsse usw.
    • Das Hauptziel einer Situationsanalyse besteht darin, ein umfassendes Verständnis der aktuellen Lage zu entwickeln, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.


Was ist eine Ausgangslage?

  • Operativ / Der erteilte Auftrag:
    • Die Ausgangslage bezieht sich auf den Ausgangspunkt oder den Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt, von dem aus Veränderungen oder Entwicklungen betrachtet werden.
    • Es bezieht sich auf den Status quo oder den Stand der Dinge zu einem bestimmten Zeitpunkt, bevor eine bestimmte Maßnahme oder Analyse durchgeführt wird.

Das Konzept im Generellen
Egal auf welcher Stufe Sie mit Ihrer Arbeit beginnen, Sie benötigen ein entsprechendes „Framework“, also einen logisch und adaptierbar aufgebauten Rahmen. Unabhängig davon, ob Sie auf Unternehmensebene, Marketingebene oder auf der Ebene von Instrumenten arbeiten, bietet ein solches Framework Orientierung und Übersicht. Der zusätzliche Nutzen: Wenn auf allen Ebenen und Bereichen mit dem gleichen Framework gearbeitet wird, können Informationen modular und synergetisch übernommen, verdichtet oder heruntergebrochen werden.

Ein Konzept:

  • Klärt alle beeinflussenden Grundfragen.
  • Schafft Klarheit im weiteren Vorgehen.
  • Sorgt dafür, dass alle das gleiche Ziel verfolgen.
  • Erstellt eine zieldienliche Struktur.
  • Nutzt den universellen Konzept-Raster.
  • Reicht den Konzept-Raster bei Bedarf an.

Ein gutes Konzept soll:

  • Die Ziele klar darlegen und keine Fragen offenlassen.
  • Die Sprache des geplanten Konzept-Empfängers sprechen.
  • Die organisatorische Stufe des Empfängers abbilden.
  • Wenig Fließtext enthalten, aber alles exakt auf den Punkt bringen.
  • Realistisch und umsetzbar sein, nicht utopisch.
  • In konkrete Handlungen und Anweisungen umgewandelt werden.

Vorgehens-Tipps
Die Arbeit an einem Konzept wird oft unterschätzt. Einfach loslegen bringt Sie sowohl in der Theorie als auch in der Praxis in Schwierigkeiten. Ein Konzept ist im besten Fall nicht durchgängig. Es ist aber auch keine Raketenwissenschaft:

  • Lesen und verstehen Sie die Aufgabenstellung Ihres Auftraggebers aufmerksam.
  • Wenn das Briefing nicht klar ist, fragen Sie explizit und konkretisierend nach.
  • Beziehen Sie Informationen ein (Situationsanalyse durchführen oder einbeziehen).
  • Definieren Sie die Ziele genau und konstruieren Sie den Handlungsstrang zum Ziel.
  • Arbeiten Sie die Problemstellung heraus und konstruieren Sie den Lösungsweg.
  • Fokussieren Sie sich und streichen Sie unwichtiges und unnötiges konsequent weg.
  • Achten Sie auf die Ebene und lassen Sie zu stark operatives weg.
  • Fordern Sie konsequentes Feedback zu Zwischenständen und Endresultaten ein.
  • Überwachen und treiben Sie die Umsetzung voran.

Universeller und idealtypischer Konzeptaufbau
Ein Konzept-Raster hilft Ihnen, in einer komplexen Thematik die Übersicht zu behalten. Er hilft dabei, Inhalte strukturiert zu verdichten und dient der Ordnung und Verständlichkeit. Wird er auf allen Stufen und Bereichen angewendet, hilft er bei der Verdichtung oder dem Herunterbrechen der jeweiligen Informationen.

Konzepte in der Praxis
Ein Konzept zu schreiben ist einfach, sofern man sich an Strukturen hält. Hier sind einige Tipps:

  • Tipp 1: Lassen Sie sich nicht abschrecken. Zumeist verfügen Sie über das entsprechende Expertenwissen, um alles Geforderte zu Papier zu bringen. Die Niederschrift ordnet auch Ihre Gedanken. Ordnen Sie alles zu einem Ablauf, den auch Ihre Leser verstehen, streichen Sie Prosa und unnötiges heraus und schließen Sie jedes Kapitel mit einem Fazit, das Sie zuletzt zu einem Management-Summary zusammenfassen.
  • Tipp 2: Es gibt keine goldenen Regeln. Konzeptionelle Arbeit ist keine empirisch abgesicherte Wissenschaft mit fest gefügten Wahrheiten. Konzepte zeigen trotz gleichem Briefing unterschiedliche Lösungen auf. Es kommt auf zutreffende Begründungen und einen wirtschaftlich effizienten Weg an. Beginnen Sie nicht mit Ihrem Konzept, ohne die Frage nach dem „Warum“ beantwortet zu haben.
  • Tipp 3: Konzepte setzen auf Veränderung. Ein gutes Konzept wagt neue Wege. Es verändert und entwickelt weiter. Der Erfolg liegt darin, stets einen Schritt weiter zu sein als andere.
  • Tipp 4: Fehler gibt es eigentlich nicht. Es gibt nur erfolgreicheren und weniger erfolgreichen Input in einem Regelkreis. Dementsprechend gibt es selten Fehler in einem Konzept, sondern eher falsche Begründungen oder weniger wirtschaftliche Wege zum Ziel. Der deutsche Philosoph Hegel sagte: „Die Furcht zu irren ist der Irrtum selbst. Noch schlimmer als zu irren ist die Furcht vor dem Irrtum.“
  • Tipp 5: Seien Sie realistisch. Ihre Erfahrung sagt Ihnen, wenn etwas nicht funktionieren kann. Erstellen Sie dann kein Konzept. Beachten Sie jedoch: Oftmals deckt ein Konzept auf Basis der strukturierten Vorgehensweise Zusammenhänge erst auf.
  • Tipp 6: Betrachten Sie es als Prozess. Im Umsetzungsprozess fallen neue, relevante Informationen an. Durch das Einbinden neuer Personen entstehen neue Erkenntnisse. Da der Erfolg das Ziel ist und nicht die starre 1:1 Umsetzung des Konzepts, sollten diese Erkenntnisse umgehend berücksichtigt werden.
  • Tipp 7: Präsentieren Sie Ihr Konzept. Ihre Erkenntnisse müssen umgesetzt werden können, weshalb es wichtig ist, dass Ihr Konzept verstanden wird und Sie Gelegenheit bekommen, es vorzutragen. Gehen Sie selbstbewusst mit den Inhalten um, setzen Sie Termine und planen Sie konkrete Aktionen. Achten Sie darauf, dass der „Rote Faden“ stets sichtbar ist und Stakeholder sich im Konzept wiederfinden.

Konzepte sind hochdynamisch, nicht richtig oder falsch und schon gar keine Wissenschaft. Es hilft oft, die Konzept-Form zu wählen, denn Übung macht den Meister. Wichtig: Lassen Sie keine wichtigen Inhalte weg, nur damit Ihr Konzept auf eine Seite passt. Die Qualität der Inhalte und erreichte Ziele sind die Erfolge eines Konzepts, nicht die Länge des Dokuments.

Tipps und Tricks zur Konzepterstellung im Marketing und Verkauf
Die Erstellung eines erfolgreichen Konzepts im Marketing und Verkauf erfordert eine gründliche Vorbereitung, klare Ziele und eine strukturierte Vorgehensweise. Hier sind einige bewährte Tipps und Tricks, um ein effektives Konzept zu erstellen:

1. Verstehen Sie Ihre Zielgruppe

  • Recherche: Sammeln Sie so viele Informationen wie möglich über Ihre Zielgruppe. Nutzen Sie Marktforschung, Umfragen und Datenanalysen, um ein tiefes Verständnis ihrer Bedürfnisse, Wünsche und Verhaltensweisen zu erlangen.
  • Personas: Erstellen Sie detaillierte Käufer-Personas, um die Zielgruppe zu visualisieren und besser ansprechen zu können.

2. Setzen Sie klare Ziele

  • SMART-Ziele: Stellen Sie sicher, dass Ihre Ziele spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden sind. Dies hilft Ihnen, den Erfolg Ihrer Maßnahmen zu bewerten.
  • Priorisierung: Identifizieren Sie die wichtigsten Ziele und konzentrieren Sie sich darauf. Überladen Sie Ihr Konzept nicht mit zu vielen Zielen.

3. Situationsanalyse durchführen

  • SWOT-Analyse: Bewerten Sie Ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Dies gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über Ihre aktuelle Position und die Marktsituation.
  • Marktanalyse: Untersuchen Sie den Markt, den Wettbewerb und aktuelle Trends, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

4. Entwickeln Sie eine klare Strategie

  • Positionierung: Definieren Sie, wie Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung im Markt positionieren möchten. Welche einzigartigen Verkaufsargumente (USPs) bieten Sie an?
  • Marketing-Mix: Planen Sie die 4 Ps (Product, Price, Place, Promotion) sorgfältig, um Ihre Ziele zu erreichen.
  • Kundensegmentierung: Teilen Sie Ihren Markt in klar definierte Segmente auf und entwickeln Sie gezielte Strategien für jedes Segment.

5. Kreativität und Innovation

  • Out-of-the-box-Denken: Suchen Sie nach neuen und innovativen Wegen, um Ihre Zielgruppe anzusprechen. Kreative Kampagnen können Ihnen helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben.
  • Storytelling: Nutzen Sie Geschichten, um eine emotionale Verbindung zu Ihrer Zielgruppe herzustellen und Ihre Botschaften wirkungsvoller zu vermitteln.

6. Effektive Kommunikation

  • Konsistenz: Achten Sie darauf, dass Ihre Botschaften über alle Kanäle hinweg konsistent sind.
  • Mehrkanalstrategie: Nutzen Sie verschiedene Kommunikationskanäle (z.B. Social Media, E-Mail-Marketing, PR) und passen Sie Ihre Botschaften an die jeweiligen Kanäle an.

7. Budgetierung und Ressourcenplanung

  • Kostenkontrolle: Legen Sie ein realistisches Budget fest und überwachen Sie die Ausgaben regelmäßig.
  • Ressourcenzuweisung: Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Ressourcen (Zeit, Geld, Personal) für die Umsetzung Ihres Konzepts haben.

8. Umsetzung und Projektmanagement

  • Zeitplan: Erstellen Sie einen detaillierten Zeitplan mit Meilensteinen und Deadlines, um die Umsetzung Ihres Konzepts zu steuern.
  • Aufgabenverteilung: Definieren Sie klar die Verantwortlichkeiten und Aufgaben innerhalb Ihres Teams.
  • Agiles Arbeiten: Nutzen Sie agile Methoden, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können und kontinuierlich Verbesserungen vorzunehmen.

9. Monitoring und Anpassung

  • KPIs: Definieren Sie klare Key Performance Indicators (KPIs), um den Erfolg Ihrer Maßnahmen zu messen.
  • Feedback: Sammeln Sie kontinuierlich Feedback von Kunden und Mitarbeitern, um Verbesserungen vornehmen zu können.
  • Anpassung: Seien Sie bereit, Ihr Konzept basierend auf den Ergebnissen und Feedback anzupassen und zu optimieren.

10. Präsentation und Kommunikation

  • Visuelle Hilfsmittel: Nutzen Sie Diagramme, Grafiken und Präsentationssoftware, um Ihre Ideen klar und ansprechend zu präsentieren.
  • Übung: Üben Sie Ihre Präsentation, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Botschaften überzeugend und selbstbewusst vermitteln können.
  • Interaktive Elemente: Binden Sie interaktive Elemente in Ihre Präsentation ein, um das Engagement Ihrer Zuhörer zu erhöhen.
  1.  

Ein gut durchdachtes Konzept im Marketing und Verkauf ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Aktivitäten. Durch die Befolgung dieser Tipps und Tricks können Sie sicherstellen, dass Ihr Konzept klar, strukturiert und umsetzbar ist. Nutzen Sie bewährte Methoden und bleiben Sie flexibel, um auf Veränderungen und neue Erkenntnisse reagieren zu können.

Basis: Die hier aufgeführten Methoden und Raster solltest Du zwingend beherrschen. Die angegebenen Zeiten sind durchschnittliche Richtwerte und sind der Aufgabenstellung und der Punkteanzahl der Aufgaben anzupassen.

Wichtig: Die hier gezeigten Raster sind universell. Es ist wichtig, sie der jeweiligen Fragestellung im Fall anzupassen. Die Aufgabenstellung in Fall hat hier Vorrang.

Grundvoraussetzung: Für die korrekte Anwendung ist immer das sorgfältige und umfassende lesen und verstehen der Aufgabe und das stetige Anwenden dieser Modelle in Fallstudien. Ein reines Anschauen und Ablegen im Prüfungsordner alleine sind nicht ausreichend.