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Lerntipps: Lerntechnik und Tipps

Effizient lernen mit Technik

Lernen ist ein Prozess, den man durch Lerntechnik, Disziplin und geeignete Rahmenbedingungen gut fördern kann. Anbei einige Tipps:

  • Verschaffe dir einen Überblick und behalte die Struktur des Faches im Auge.
  • Konzentriere dich auf die Themen, die in der Prüfung verlangt werden.
  • Schreibe Zusammenfassungen von Hand. Das Schreiben hilft dir, den Stoff zu erfassen.
  • Arbeite genauso, wie es in den Prüfungen verlangt wird: Handschriftlich und durch ständiges Üben.
  • Probiere das Gelernte bei der Arbeit aus. Jeden Tag gibt es viele Möglichkeiten zu üben.
  • Stelle Querverbindungen zu anderem Wissen her und nutze das Wissen im Internet.
  • Nutze unterschiedliche Quellen: Sehen, schreiben, hören, ausprobieren.

Lernen ist eine Frage der Technik

Bevor du nun mit dem Lernen beginnst, versichere dich darüber, was in der Prüfung in jeder Disziplin von dir verlangt wird. Es nützt dir nichts, Dinge zu lernen, die nicht abgefragt werden. Aber Achtung: Ein gutes Allgemeinwissen ist dennoch wichtig, um gute Prüfungen zu schreiben! Beachte, dass heute in der Regel nicht mehr einzelne Fächer geprüft werden, sondern das vernetzte Wissen aller Fächer mit Marketingbezug. Studiere dazu gut die Wegeleitung, die du erhalten hast.

Wichtig: Die hier gezeigten Techniken sind universell. Es ist wichtig, sie deinen Lerngewohnheiten anzupassen. Achte selbst darauf, wie du am effizientesten lernen kannst, und nutze Formen, die dir guten Lernerfolg garantieren.

Begründen und argumentieren

Ohne Begründung hat deine Aussage wenig Gewicht und Kompetenz. Ein Prüfer kann so noch nicht beurteilen, ob du die Zusammenhänge begriffen hast und gibt dir nicht die volle Punktzahl. Das Wort „Weil“ ist, neben etwas Geschick, dein wichtigstes Werkzeug beim Schreiben einer einfachen Begründung.

  • Bsp. → Weil unsere internen Kennzahlen bezüglich Neukundenakquise zeigen, dass wir bei früheren Maßnahmen dieser Art in der Vergangenheit 10 neue Handelspartner pro Monat mehr akquirieren konnten.

Weiterführend zur Begründung kannst du eine Argumentation aufbauen. Diese funktioniert entlang einfacher Prinzipien.

  • WAS → Maßnahme → Wir erhöhen die Zielvorgaben für unsere Verkäufer bezüglich der Akquise neuer Absatzpartner auf dem Schweizer Markt um 2 Kunden pro Verkäufer und Monat. Dies erreichen wir durch mehr Kundenbesuche.
  • WARUM → Begründung → Weil unsere internen Erfahrungen zeigen, dass wir bei früheren Maßnahmen in der Vergangenheit mehr Handelspartner akquirieren konnten und diese Ziele durch mehr Kundenbesuche erreicht haben.
  • WIEVIEL → Beweis → Interne Analysen des Controllings zu Versuchen mit ähnlicher Ausgangslage in der Vergangenheit belegen die Wirkung auf die Anzahl der Handelspartner. Anbei die Auswertung der früheren Maßnahme.

Strukturiert an eine schriftliche Prüfung

Achte bei einer schriftlichen Prüfung auf eine gute Struktur deiner geschriebenen Inhalte. Ziel ist es, dem Prüfer die Korrektur so leicht wie möglich zu gestalten. Gib ihm alle notwendigen Informationen, damit er sich auf die Inhalte deiner Arbeit konzentrieren kann. Ich empfehle dir, möglichst früh mit der Umsetzung dieser Tipps zu beginnen.

Beschriftung deiner Seite
Schreibe jede Seite an:

  • Namen
  • Fall
  • Aufgabennummer
  • Kandidatennummer (Stempel oder Klebeetiketten)

Prüfe, was du an den Prüfungen verwenden darfst → Wegeleitung


Querformat

Verwende, wenn immer möglich, das Querformat:

  • Mehr Platz für Inhalte
  • Weniger Stress mit kleiner Schrift
  • Breitere Raster sind möglich
  • Nachträgliches Einfügen ist einfacher


Raster

Verwende, wenn immer möglich, ein Raster:

  • Einfach die Fallstruktur zu übernehmen
  • Automatische Strukturierung
  • Einfacher zu lesen für den Prüfer
  • Besser zu bewerten


Leserlichkeit

Schreibe immer leserlich und groß:

  • Kann es der Prüfer nicht lesen, kann er es nicht bewerten
  • Kleine Schrift ist schwer lesbar
  • Kleine Schrift kostet Zeit
  • Du hast genügend Papier zur Verfügung


Aufgaben pro Seite

Nie mehrere Aufgaben auf eine Seite bringen:

  • Du hast genügend Papier zur Verfügung
  • Nachträgliches Einfügen ist einfacher
  • Du behältst selbst den Überblick besser
  • Musst du Aufgaben erneut machen, musst du weniger ersetzen


Nummerierung

Immer eine Seitennummerierung machen:

  • Form: 1/10 (Seite 1 von 10)
  • Es hilft dem Prüfer, die Übersicht zu behalten
  • Es vermeidet Unklarheiten
  • Immer erst am Schluss der Prüfung nummerieren

Strukturiert an eine mündliche Prüfung / Präsentation

Präsentation, Fachgespräche, Critical-Incidents
Achte auch bei der mündlichen Prüfung auf eine gute Struktur. Hilf auch hier dem Experten, die volle Aufmerksamkeit auf die wichtigen Inhalte zu lenken und zeige ihm so deine Kompetenz.

Um eine Struktur darzustellen, musst du nicht sofort antworten. Nutze die kurze Bedenkzeit, um deine Antwort im Kopf zu strukturieren. Frage konkretisierend nach oder mache dir kleine Notizen. Aber Achtung: Die dafür benötigte Zeit erhältst du nicht zusätzlich! Du kannst das ganz einfach und jeden Tag im Geschäft üben. Nutze beispielsweise Gespräche mit deinem Chef. Übe Prüfungssituationen so oft wie möglich mit deinem Chef, den Studienkollegen oder den Arbeitskollegen. Übe Präsentationen, Critical-Incidents und Fachgespräche. Der Vorteil ist, dass dir diese Situationen an der Prüfung dann nicht neu sind. Es reduziert deinen Stress-Level bei einer Prüfung enorm.

Präsentationen

  • Lies die Aufgabenstellung sehr gut durch, zur Not auch zwei Mal.
  • Keine Angst vor konkretisierenden Fragen. Fragen zeugen von Kompetenz.
  • Plane einen Handlungsstrang durch deine Präsentation. Den „Roten Faden“.
  • Lies die Präsentation nicht vor, sondern biete zusätzliche Inhalte an.
  • Was du erzählst, wiegt mehr als das, was geschrieben steht. Beides muss harmonisch sein.
  • Benutze keine Präsentationstechniken, die du noch nie ausprobiert hast.
  • Nutze keine ausgefallenen und neuen Techniken, die du nicht sicher beherrschst.
  • Mache Notizen, es hilft dir, die Struktur aufzubauen.
  • Du darfst auch Zwischenfragen später beantworten. Notiere diese aber.
  • Achte auf gute Körperspannung, eine gute Körpersprache und auch Augenkontakt.
  • Achte auf dynamisches Auftreten und dynamische Kleidung.
  • Gehe gut verpflegt an die Prüfung.


Der „Rote Faden“ und „Blackout“

  • Die wichtigen Punkte hervorheben und speziell betonen.
  • Der Faden muss „optisch“ erkennbar sein, aber auch in der „Tonspur“.
  • Übe, mit kritischen Fragen umzugehen, nach Präzisierung zu fragen.
  • Übe Fragen, auf die du keine Antwort weißt.
  • Übe Techniken, um ein Blackout zu verhindern: Nächste Frage, Trinken, kurzer Small Talk.
  • Es darf auch mal dezenter Humor oder ein Zitat eingebaut werden.
  • Behalte die Zeit im Überblick. Übe dein Zeitmanagement.

Tipp: Oft (allerdings nicht immer) wird zuallererst ein Marktsystem von dir verlangt. Es ist also wichtig, dass du die Technik des Visualisierens eines Marktsystems gut beherrschst. Zusätzlich ist es nicht immer empfehlenswert, die eigene Firma als Beispiel zu verwenden. Man kennt die eigene Firma zwar sehr gut, aber dies auf ein andersartiges Geschäft zu applizieren, kann dich vor Probleme stellen. Manchmal ist es besser, eine eigens kreierte, fiktive Firma zu verwenden.

Nutze den Elevator-Pitch!

Es ist nicht entscheidend, deine Botschaft in 60 Sekunden zu vermitteln. Die Technik hinter einer solchen Aufzugsgeschichte hilft dir, kurze, treffende und prägnante Antworten zu geben.

  • Fünf bis sieben Kernbotschaften (in der Präsentation sind es Slides) für den Elevator Pitch bereitstellen. Sie stellen den „Roten Faden“ durch die Präsentation dar und ordnen die Vorgaben im Fall.

  • Alles muss einen logischen Zusammenhang haben. Wo Slide 1 aufhört, muss Slide 2 beginnen. Achte auf gelungene Übergänge (mündlich), die deine Story-Line stützen.

  • Keine Behauptungen, die du nicht begründen und beweisen kannst. Du musst deine Aussagen herleiten (wie kommst du zu dieser Aussage) und begründen (warum ist diese Aussage korrekt). Dies geschieht am besten durch Aussagen und nicht durch viel Kleingeschriebenes auf deinen Slides.

  • Nutze auf den Folien aber nur Stichworte. Deine Präsentation auf den Slides soll und muss man nicht alleine verstehen, sondern nur erahnen. Der „Rote Faden“ und die Sinnhaftigkeit kommt durch deine mündliche Präsentation.

  • Schließe die Präsentation jeweils mit einer Erwartung oder einer Erkenntnis. Sage deiner Zielgruppe, was du nun von ihr erwartest. Führe den Prüfer in eine von dir gewünschte Richtung.

  • Und ein letzter wichtiger Tipp: Nutze keine Fremdwörter oder Begriffe, die du nicht treffsicher verstehst. Es gibt dem Prüfer Gelegenheit, konkretisierend nachzufragen. Gib im Zweifelsfall eher zu wenige Informationen. Sind es zu wenige, wird der Prüfer eine Anschlussfrage stellen, um in Erfahrung zu bringen, ob du alles verstanden hast.

Ziel ist es, eine einprägsame, realistische, glaubwürdige und verständliche Präsentation zu leisten. Der Prüfer muss beurteilen, ob du deine Sache gut gemacht hast und ob deine Informationen wirksam und umsetzbar wären.

Strukturiere die Postkorbaufgabe

Bei einer Postkorbaufgabe erhältst du eine hohe Anzahl von Dokumenten in einer zeitlichen Reihenfolge. Es wird von dir verlangt, eine Struktur in diese Dokumente zu bringen. Es geht also darum, eine Priorisierung und Pläne für die Abarbeitung der Aufgaben zu erstellen.

Tipp: Eine Postkorbaufgabe widerspiegelt die Praxis: Deine Mailbox ist morgens voll und viele Pendenzen liegen auf dem Tisch. Bedenke aber, dass in der Prüfung umfangreiche Dokumente gereicht werden und du keine elektronischen Helfer haben wirst.

Eine Postkorbaufgabe widerspiegelt reale Arbeitssituationen. Übe die Erstellung von Terminplänen, Aktionsplänen oder Zeitplänen und Priorisierungen regelmäßig im Arbeitsalltag. Du solltest immer begründen können, warum du etwas auf eine bestimmte Weise priorisierst.

Einen Aktionsplan erstellen
Idealerweise zeigt dein Plan auf, was du selbst erledigen wirst oder delegieren möchtest. Analysiere und studiere zunächst alle Informationen. Priorisiere danach die Dokumente nach folgendem System:

  • A = Es ist wichtig und dringend / sofort erledigen / selbst erledigen
  • B = Es ist wichtig, aber nicht dringend / nach A erledigen / selbst erledigen
  • C = Es ist dringend, aber nicht wichtig / nach B erledigen / delegieren
  • D = Es ist weder wichtig noch dringend / nicht tun / vielleicht delegieren

Delegieren bedeutet, dass du Aufgaben, Verantwortung oder Kompetenzen an andere übergibst. Du profitierst dadurch, dass du dich auf wichtigere Dinge konzentrieren kannst. Ein wichtiger Baustein zur Delegation ist ein gutes Briefing, das du demjenigen gibst, der die Aufgaben erledigen soll. Merke: Schlechtes Briefing bedeutet oft ein Ergebnis, das nicht deinen Anforderungen entspricht.
Delegation (Organisationskonzept)

Der persönliche Zeitplan
Strukturiere den jeweiligen Tag zeitlich, unter Berücksichtigung der Aufgabenstellung im Fall. Auch wenn im Fall nicht steht, dass du Zeiten für Unerwartetes, Kreativität oder Erholung einplanst, solltest du dennoch etwas Pufferzeit dafür haben.
Eisenhower-Prinzip